DKB Ausland – wirklich kostenloses Bargeld?

Gewöhnen Sie sich schon mal an das Wort kostenlos.

Autor vor einem DKB Geldautomat

Der Autor nutzt die DKB VISA Card bereits seit 2004 für internationale Bargeld­abhebungen, ohne jemals eine Gebühr bezahlt zu haben.
www.dkb.de/privatkunden/dkb_cash


Mit diesem Slogan wirbt die DKB für ihr kostenloses Internetkonto inklusive kostenloser Visa Card.
Der Clou: Bargeldabhebungen sind weltweit kostenlos.

Stimmt das? Trifft das auf jede Barabhebung zu?

Im Internet findet man viele Kundenstimmen, die das bestätigen, aber auch welche, die von gegenteiligen Erfahrungen berichten.
Zugegeben – es gibt eine „Falle“ beim Abheben vom Bargeld an ausländischen Automaten.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie man diese „Falle“ umschifft. Nehmen Sie diese Seite als Anleitung!

Gebühren entstehen immer, aber die DKB übernimmt diese für Sie!

Wenn man einen Geldautomaten benutzt – ob mit der DKB VISA Card oder einer Karte einer anderen Bank – entstehen immer Kosten. Natürlich, denn für den Kunden wird eine konkrete Dienstleistung erbracht: Auszahlung von Bargeld.
Diese Gebühren entstehen im Hintergrund:

  • Gebühr für Fremdautomatennutzung (Abhebegebühr entsteht immer)
  • ggf. lokale Servicegebühr in einigen Regionen (z. B. in New York City)
  • ggf. Gebühr für einen Währungstausch

Schauen wir uns die Gebühren im Einzelnen an.

Gebühr für Fremdautomatennutzung

Diese Gebühr fällt fast immer an, es sei denn, Sie benutzen einen der ganz wenigen DKB-Geldautomaten. In Deutschland berechnen sich Banken untereinander rund 80 Cent pro Fremdabhebung.
Die Gebühr wird automatisch von der DKB übernommen. Als Kunde bekommen Sie davon überhaupt nichts mit.

Lokale Servicegebühr in einigen Regionen

Einige ausländische Betreiber von Geldautomaten berechnen für das Abheben von Bargeld eine zusätzlich Gebühr in lokaler Währung. In der Vergangenheit war das eher selten. Doch seit der Finanzkrise haben das einige Institute als zusätzliche Einnahmequelle entdeckt.
Der Kunde erhält über die lokale Servicegebühr eine Mini-Quittung direkt am Automaten ausgedruckt. Umgerechnet können das zwischen 0,50 und 4,50 Euro sein.
Diese Gebühr wird von der DKB auf Antrag erstattet. Auf Antrag deswegen, weil die DKB nicht automatisiert von der Gebühr erfährt.

So bekommen Sie die lokale Gebühr zurück:

Schreiben Sie eine E-Mail an info@dkb.de und fügen Sie als Anlage einen Scan oder ein Foto der Gebührenquittung bei.

Formulierungsvorschlag:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am [Datum] habe ich am Geldautomaten in [Ort] einen Betrag von [Betrag in ausländischer Währung] abgehoben. Leider wurde mir eine Servicegebühr von [Betrag in ausländischer Währung] abgezogen. Siehe Anlage. [Scan oder Foto beifügen].

Bitte erstatten Sie mir diesen Betrag. Hier meine Kontonummer: [Nummer eintragen].

Vielen Dank und freundliche Grüße

Die DKB erstatten diese lokalen Gebühren. Sie steht damit voll und ganz zu Ihrer Werbeaussage, dass man weltweit kostenlos Bargeld abheben kann.

Gebühr für den Währungstausch

Die DKB berechnet keine Gebühren für den Währungstausch. Der Währungstausch von der Fremdwährung in Euro ist für den Kunden vollkommen kostenlos. Wie das funktioniert und wie man das kontrollieren kann, zeige ich im Artikel ⇒ Streng getestet: DKB Visa Card im Auslandseinsatz.
Es gibt jedoch einige ausländische Automatenbetreiber, die an reisenden Fremdkunden fürstlich verdienen wollen. Früher war es generell üblich, dass der Geldautomat Fremdwährung ausgibt und diese Fremdwährung der Hausbank – in unserem Fall der DKB – in Rechnung stellt. Die DKB bezahlt die Fremdbank in Fremdwährung und nimmt intern einen Währungstausch vor.
An diesem verbraucherfreundlichen System war für die ausländische Fremdbank nicht viel zu verdienen. Nur die Automatennutzungsgebühr sowie ggf. eine lokale Servicegebühr (selten).
Nun gibt es einige Automatenbetreiber, die dem Kunden einen „etwas verwirrenden“ Bildschirm bei der Bargeld-Abhebung präsentieren:

ATM Geldautomat am Flughafen Heathrow

Die Aufnahme entstand an einem Geldautomaten am Flughafen London Heathrow.


Intuitiv drücken viele Bankkunden auf „Yes“, da sie ja Bargeld abheben möchten. Damit erklärt man sich jedoch einverstanden, dass die Fremdbank den Währungswechsel übernimmt und dafür in diesem Beispiel 7,5 % vom Abhebebetrag (Make-Up Rate) als Gebühr kassiert!

Nach meiner Auffassung ist das fiese Abzocke!

Richtig wäre es, „No“ zu drücken. Sie bekommen ihr Bargeld genauso ausbezahlt, nur mit dem Unterschied, dass den Währungswechsel ihre Hausbank DKB für Sie kostenlos übernimmt.
Fällt man auf diese „Falle“ der ausländischen Bank rein, kann die DKB die Wechselgebühr nicht erstatten, da die DKB diesen Wechselservice kostenlos gemacht hätte. Der Kunde hat sich – geblendet vom verwirrenden Bildschirm des Automaten – aktiv gegen den Währungstausch der DKB entschieden.
Genau dieser Punkt steht hinter einigen Erfahrungen, dass das Bargeldabheben irgendwie doch nicht ganz kostenlos war! Hier mein ausführlicher Artikel dazu ⇒ Abzocke an ausländischen Geldautomaten und wie man sie umgeht (inklusive Beweis-Bilder).

Ich hoffe, mit dieser Anleitung und Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis und optimalen Nutzung der DKB VISA Card beizutragen. Selbst nutze ich dieses Konto bereits seit 2004 und bin der DKB sehr dankbar für diese einzigartigen Konditionen!

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Haben Sie noch Fragen?

Schreiben Sie mir Ihre Frage ins Kommentarfeld direkt unter diesen Artikel. Gerne helfe ich mit meinen Erfahrungen weiter. Ebenso sind Ihre Erfahrungen als wertvolle Ergänzung willkommen!

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2 Gedanken zu „DKB Ausland – wirklich kostenloses Bargeld?

    • Stimmt. Man muss zunehmend auf solche Dinge achten, um nicht abgezockt zu werden.
      Vor wenigen Tagen testete ich einige Geldautomaten auf der britischen Kanalinsel Jersey.
      Positiv war, dass einige nicht nur die deutsche Sprache als Menüsprache anboten, sondern beim Einschieben der DKB VISA Card sofort und automatisch auf die deutsche Sprache wechselten.
      Einige Automaten überließen den Währungstausch der Hausbank andere wiederum unterbreiteten „Angebote“ mit einer Gebühr von bis zu 4,5 %.
      Allerdings war das Angebot in deutscher Sprache etwas verständlicher als oben abgebildeter Bildschirm.

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