Warum wir das Festgeld der BIGBANK listen …

Allein in diesem Jahr bekamen wir mehrere Anfragen von unseren Lesern, warum wir die BIGBANK in unserer beliebten Festgeldübersicht führen. Ein Leser verwies auf die Ausgabe 10/2011 der Finanztest.

Artikel der Finanztest zum Festgeld der BIGBANK

Aussage der Finanztest zum Festgeld der BIGBANK.


In dieser erklärte die geschätzte Redaktion des renommierten Verbrauchermagazins die BIGBANK trotz ihrer dauerhaft attraktiven Angebote nicht zu listen.

Das sagt die Finanztest:

Begründet wurde das mit der „Skepsis gegenüber der estnischen Einlagensicherung Tagatisfond“. Die Finanztest führt dazu aus, dass der Einlagensicherungsfonds lediglich sieben Mitglieder hat. Scheinbar zweifeln die Verbraucherschützer, dass dieser im Fall einer Bankpleite handlungsfähig ist.
Obendrein nennt die Finanztest im selben Absatz auch noch den Namen der isländischen Kaupthing-Bank, die bekanntlich im Jahr 2008 pleitegegangen ist.

Diese 3 wichtigen Fakten sollten Sie kennen:

Tagatisfond Logo

Weitere Informationen zum Einlagensicherungs­system unter www.tf.ee/eng/ erhältlich.

Anzahl der Banken in Estland

In Estland gibt es lediglich 11 Banken, die Festgeldanlagen anbieten. Davon kommen vier (DnB, Nordea, Citadele und Sampo Pank) aus dem europäischen Ausland. Sie unterliegen natürlich den Einlagensicherungssystemen ihrer Heimatländer.
Die 7 verbleibenden Banken (BIGBANK, Krediidipank, LHV Pank, Marfin Bank/Versobank, SEB, Swedbank und Tallinna Äripank) sind alle im Tagatisfond. Es können demnach nicht mehr als 7 Banken dem Einlagensicherungsfonds angehören.

Volumen des estnischen Einlagensicherungsfonds

Stellt sich die Frage, ob der estnische Einlagensicherungsfonds (bestehend aus „nur“ 7 Banken) eine Pleite der BIGBANK auffangen kann.
Nach Auskunft von Andres Penjam, Direktor des Tagatisfond, war der Einlagensicherungsfonds zum Stichtag 31.5.2012 mit 164,5 Millionen Euro gefüllt. Setzt man nun die Einlagensumme der BIGBANK von 180,5 Millionen Euro (Stichtag 31.3.2012) dagegen, wird man feststellen, dass es sich um eine ausgezeichnete Deckung handelt.

Die Kasse des Einlagensicherungsfonds ist gut gefüllt.

Ruft man sich in Erinnerung, dass es die gesetzliche Aufgabe ist, Kunden zu 100 % bis maximal 100.000 Euro zu entschädigen, dürfte der Tagatisfond eine hypothetische Pleite der BIGBANK aus eigener Kraft locker stämmen. Es gibt nämlich Kunden, die weit mehr als 100.000 Euro bei der BIGBANK festangelegt haben.

Estland auf Europakarte markiert.

Estland ist Mitglied der Europäischen Union. Bis 1885 war Deutsch sogar offizielle Unterrichts- und Behördensprache!

Bonität des estnischen Staates

Sollten mehrere Banken gleichzeitig pleitegehen, was selbst in Deutschland zu großen Problemen führen dürfte, darf man vermuten, dass der estnische Staat dem Einlagensicherungssystem ein Darlehen gewähren würde.
Finanziell wäre der estnische Staat dazu leicht in der Lage – so verbesserte sich das Rating von Estland erst im vergangenen Jahr von A auf AA mit stabilem Ausblick. Quelle: Ratingagentur S&P.

Estland weist eine bessere Staatsverschuldungsquote als Deutschland auf.

Obendrein ist Estland das Land mit der geringsten Staatsverschuldungs­quote in der EU. In dem Punkt besser als Deutschland!
Die BIGBANK selbst wird nicht von den großen Ratingagenturen bewertet, da sie ihr Kreditgeschäft über Festgeldanlagen refinanziert und nicht über Schuldverschreibungen.

Fazit

Mit diesem intensiv recherchierten Artikel stellen wir Informationen für Anleger online, die bisher einer breiten Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt waren. Wer diese Informationen kennt, wird sicherlich anders über das Festgeldangebot der BIGBANK in Deutschland denken und verstehen, warum wir diese Bank in unserer Festgeldübersicht listen.
Aktuelle Konditionen vom BIGBANK Festgeld unter www.bigbank.de abrufbar.

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Bilder: Finanztest · Tagatisfond · TUBS/Wikipedia

2 Gedanken zu „Warum wir das Festgeld der BIGBANK listen …

  1. Großartig recherchiert. Informationen dieser Art lese ich nun das erste Mal, einen Account hatte ich bei der Bank bereits, mir aber noch keine Geldeinlage vorstellen können.

  2. Hallo,

    in dem Artikel steht u.a. :
    Es gibt nämlich Kunden, die weit mehr als 100.000 Euro bei der BIGBANK fest angelegt haben.
    Davon rate ich dringend ab, außer man ist vielfacher Millionär und hat z.B. 200.000,-€ bei der Bigbank angelegt !
    Man bekommt bei einer Pleite der Bigbank bestenfalls 100.000,-€ (inkl. Zinsen bis zum Stichtag)
    vom Einlagensicherungsfonds (Tagatisfond) zurück !

    Schönen Tag noch
    Hans Hofmann

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