Als Kickback wird eine Provisionszahlung für einen bestehenden Vertrag bezeichnet. In der Versicherungsbranche ist das Wort Bestandsprovision üblich. Bei Fonds und Zertifikaten heißt dieser Geldfluss Kickback oder auch Kick-back.
Kickback wird an Banken gezahltEin Teil der Verwaltungsgebühr wird dem Anlageberater bzw. der Depotverwaltenden Bank als Bestandsprovision (Kickback) gezahlt.
Die Fondsanbietenden Banken arbeiten nicht umsonst. Für die Vermögensverwaltung fällt grundsätzlich eine Verwaltungsgebühr an. Manche Anlageberater „vergessen“ gelegentlich darauf hinzuweisen. Schaut man genau nach, findet man den Kostenposten Verwaltungsgebühr. Manchmal heißt er Managementgebühr oder Total Expense Ratio.
Bei den meisten in Deutschland zugelassenen Aktienfonds bewegt sich die Verwaltungsgebühr zwischen 1,2 und 1,9 Prozent. Das Geld wird dem Fondsvermögen entnommen. Die Gebühr bei Renten- und Geldmarktfonds ist niedriger.
Um die Kosten für den Erwerb der Fondsanteile zu decken berechnen Banken im allgemeinen Ausgabeaufschläge (auch Agio oder Aufgeld genannt). Je nach Angebot oder Rabattaktion liegen diese zwischen null und 5,5 Prozent. Aus dem Ausgabeaufschlag wird ebenfalls die Provision für die Vermittlung des Fondskaufs bezahlt.
Kassiert diese Anlageberaterin Kickback?Viele Finanzexperten sehen hier einen Interessenkonflikt. Empfiehlt die anlageberatende Bank einen Fonds mit einem höheren Kickback, wird sie in Zukunft mehr verdienen.
Es ist zwar allgemein üblich einen Anwalt für einen konkreten Rat zu bezahlen. Jedoch im Bankgewerbe hat sich eine Beratungsentlohnung bisher nicht durchgesetzt. Daher handeln viele Kreditinstitute nach einer Mischkalkulation:
# Beratung verursacht Kosten.
# Schließt der Kunde einen Kaufvertrag ab, erhält die Bank eine Bezahlung für die Dienstleistung Beratung in Form einer Abschlussprovision (Teil des Ausgabeaufschlags) und Bestandsprovisionen (Kickbacks) solange der Fonds nicht verkauft wird.
# Keine Bankberatung in Anspruch nehmen.
# Vermögensberatung separat bezahlen.
# Fonds wegen der günstigen Kaufabwicklung über Online-Depots von Direktbanken erwerben.
Bankprovision in die eigene Tasche umleitenDie Quirin Bank aus Berlin bietet ein Depot an, bei dem der Kickback dem Kunden gutgeschrieben wird (www.quirinbank-privatebanking.de). Das Investmentdepot kann direkt bei Quirin geführt werden.
Es fallen allerdings höhere Gebühren an. Allerdings bekommt nicht die Bank den Kick-back. Wer sich näher mit den Gebühren beschäftigt, wird feststellen dass es sich vor allem ab einem Fondsvermögen von 50.000 Euro und mehr lohnt.
Ist die Fondsanlage kleiner, lohnt sich ein Blick auf die Online-Depots von Direktbanken.
Nein. Bei diesen Anlageklassen gibt es keine Bestandsprovision.
Durchschnittlich werden 0,4 Prozent als Geldrückfluss gezahlt. Einzelne Investmentgesellschaften und einzelne Produkte können teilweise erheblich abweichen.
Derzeit zahlen rund 200 Fondsanbieter Kickback. Die folgende Auflistung versteht sich als kleiner Auszug von den bekanntesten Gesellschaften:
ABN AMRO, ACM, Activest, American Express Bank, AXA Fonds, Baring, Capital Invest, Citigroup, Cominvest, C-Quadrat, Credit Suisse, DB Real Estate, Deutsche Postbank, DIT, Dr. Jens Ehrhardt, DWS, Fidelity, First State Investments, Fortis Investments, Fortune, Goldman Sachs, Griffin Capital, HSBC Trinkaus & Burkhardt, HVB, Indexchange, Invesco, JPMorgan Fleming, Julius Bär, M.M. Warburg, Merrill Lynch, Metzler Asset, Morgan Stanley, Münchner Kapitalanlage, Nordea, ÖkoRenta, Oppenheim Fonds, PEH Wertpapier, Pictet Funds, Pioneer Investments, Raiffeisen, Robeco, Sarasin, Schroder, SEB, Skandia, Societe Generale, Sparinves, Swiss Life, Threadneedle, UBS, Unico, Veritas, WestLB.
(Quelle: Yeald)
Quirin Bank Quirin Bank - Private Banking mit Kick-back für den Anleger
Comdirekt Comdirekt, die moderne Direktbank mit dem kostenlosem Girokonto
Bargeldkontrollen Bargeldkontrollen, auch im Inland möglich?