Aktienkauf auf Raten (Teil 2, Anleitung)

Reich mit Aktien auf Raten

Wir selbst nutzen die auf dieser Seite vorgestellte Strategie und die beiden Depotanbieter, siehe Punkt 2.

Im ersten Teil haben wir Ihnen die Idee Dividendenrendite contra Festgeldzinsen vorgestellt und Ihnen für den zweiten Teil drei Dinge versprochen:

  1. zeigen, welche DAX-Aktien besonders dividendenstark sind
  2. wie man diese kostengünstig besparen kann
  3. welche DAX-Aktien Gerald Hörhan im Rahmen seinen Cashflow-Strategie ratierlich bespart

So günstig wie auf dieser Seite vorgestellt, kommt man sonst kaum an Aktien ran!


1. Dividendenstarke DAX-Aktien

Sehr gute Depotanbieter bieten ihren Kunden eine ganze Fülle von Informationen rund um Wertpapiere. Bei Cortal-Consors können auch Nicht-Kunden diesen Service nutzen. Im Bereich Fundamentaldaten findet man die Dividendenrendite der vergangenen Jahre sowie die Vorschau der erwarteten Rendite für die kommenden Jahre. Wie man die Dividendenrendite berechnet, haben wir im ersten Teil gezeigt.

Die DAX-Aktien haben wir nach zu erwartender Dividendenrendite geordnet. Allerdings haben wir sie in zwei Tabellen, überschrieben mit Namensaktien und die andere mit Stammaktien, eingeteilt. Dies hat einen praktischen Service-Grund. Mehr dazu unter Punkt 2 dieses Artikels.

Namensaktien

Aktiengesellschaft Wertpapierkennnummer (WKN) Dividendenrendite, Stand 18.11.2012
E.ON AG ENAG99 8,0 %
Deutsche Telekom AG 555750 7,8 %
Daimler AG 7100000 6,0 %
Deutsche Börse AG 581005 5,8 %
Munich Re 843002 5,4 %
Allianz SE 840400 5,3 %
Deutsche Post AG 555200 5,2 %
Deutsche Lufthansa AG 823212 4,5 %
BASF SE BASF11 4,3 %
K+S AG KSAG88 4,3 %
Siemens AG 723610 4,1 %
Bayer AG BAY001 3,1 %
Infineon Technologies 623100 2,4 %
Adidas A1EWWW 2,4 %
Deutsche Bank AG 514000 2,4 %

Stammaktien

RWE AG 703712 6,6 %
BMW AG 519000 4,4 %
Continenal AG 543900 3,1 %
Volkswagen AG 766403 3,1 %
ThyssenKrupp 750000 2,8 %
HeidelbergCement AG 604700 2,3 %
Linde AG 648300 2,3 %
Merck KGAA 659990 1,8 %
Henkel AG & Co. KGAA 604843 1,7 %
SAP AG 716460 1,7 %
Beiersdorf AG 520000 1,5 %
Fresenius Medical Care KGAA 578580 1,5 %
Fresenius SE & Co. KGAA 578560 1,4 %
Commerzbank AG 803200 0,0 %


2. Wie man diese Aktien kostengünstig besparen kann – neue Idee!

Allgemein bekannt dürften kostengünstige DAX-ETFs und Dividendenfonds sein. Diese sind gut und in vielen Fällen auch empfehlenswert. Das wollen wir keinesfalls in Abrede stellen.

Gegenüber dem Direktinvestment haben sie jedoch einige Nachteile.

Nachteile von ETFs und Fonds

  • Man ist nur mittelbar Miteigentümer der Aktiengesellschaften; das heißt man wird nicht zu den Aktionärsversammlungen eingeladen und hat dort auch kein Stimmrecht. Und noch wichtiger: Man erhält keine direkten Dividenden.
  • Dividenden erhält der ETF oder Fonds (bei Zertifikaten und CFDs erhält man sie teilweise nicht). Für das Verwalten des ETFs oder Fonds fallen laufende Gebühren an. Und zwar mehr als die Gesamtkostenquote TER anzeigt, da nicht alle Kosten wie beispielsweise Ordergebühren in die veröffentlichten Kosten eingerechnet werden. Diese werden trotzdem von der Rendite abgezogen.
  • Mit ETFs und Fonds ist man an sehr vielen Unternehmen beteiligt, natürlich auch an welchen, die man sonst nie selbst kaufen würde.

Vorteile des Direktinvestments in Aktien

  • Man ist selbst Aktionär. Bei Namensaktien steht der eigene Namen im Aktienregister. Man darf die Aktionärsversammlungen besuchen und ist dort stimmberechtigt (und bekommt dort auch ein warmes Mittagessen 😉 ).
  • Dividenden werden gebührenfrei auf das Verrechnungskonto gebucht.
  • Bei den von uns weiter unten empfohlenen Depots fallen während der gesamten Haltedauer zwischen Kauf und ggf. späterem Verkauf keine Gebühren an.
  • Man bespart nur Aktien, die man kennt und von denen man überzeugt ist.

Cortal-Consors und Maxblue (unsere Empfehlungen)

Es gibt bisher nur wenige Depotanbieter, bei denen man in einzelne Aktien sparen kann. Wie das funktioniert, zeigen wir jetzt am Beispiel von Cortal-Consors:

So richtet man bei Cortal-Consors einen Sparplan auf Aktien ein.

Nach dem Einloggen diese Schrittfolge gehen: Sparpläne ⇒ Neuanlage ⇒ Aktien ⇒ DAX 30 ⇒ es erscheint eine neue Seite (nächstes Bild).

DAX-Aktien, die man bei Cortal-Consors ratierlich besparen kann

Nun wählt man ein Wertpapier aus.

Bei Cortal-Consors ist eine Sparrate ab 25 Euro möglich. Aus Kosteneffizienzgründen empfehlen wir eine Sparrate von mindestens 100 Euro.

Kosten des Aktiensparplans bei Cortal-Consors und Maxblue

Cortal-Consors berechnet 1,75 %, aber mindestens 2,50 Euro pro Ausführung. Das bedeutet, bei einem Sparplan von 100 Euro fallen 2,50 Euro an Kaufgebühr an. Das ist vergleichbar mit einem Ausgabeaufschlag von 2,5 % bei einigen Fonds.

Bei Namensaktien fällt zusätzlich eine Gebühr in Höhe von 1,95 Euro für den Eintrag in das Aktienregister an. Deswegen unsere Aufteilung unter Punkt 1 dieses Artikel in Stamm- und Namensaktien!

Stammaktien kauft man am günstigsten über Cortal-Consors und Namensaktien über Maxblue.

Bei Maxblue berechnen sich die Gebühren, unabhängig ob Stamm- oder Namensaktie, immer: 2,50 Euro + 0,40 % vom Kaufpreis. Das macht 2,90 Euro bei einer Sparrate von 100 Euro aus.

Kostenvergleich der beiden Anbieter

In Klammern haben wir Ihnen den prozentuellen Aufschlag, vergleichbar mit dem Ausgabeaufschlag bei Fonds, geschrieben. Jetzt sieht man deutlich, ab welchem Betrag das Ratensparen lohnt. Beachte: Es fallen gegenüber ETFs und Fonds keine Folgekosten mehr an!

Sparrate Cortal-Consors Maxblue
  Stammaktien Namensaktien Stamm- und Namensaktien
25 € 2,50 € (10,00 %) 4,45 € (17,80 %) 2,60 € (10,90 %)
50 € 2,50 € (5,00 %) 4,45 € (8,90 %) 2,70 € (5,45 %)
100 € 2,50 € (2,50 %) 4,45 € (4,45 %) 2,90 € (2,90 %)
150 € 2,63 € (1,75 %) 4,58 € (3,10 %) 3,10 € (2,07 %)
250 € 4,38 € (1,75 %) 6,33 € (2,53 %) 3,50 € (1,40 %)
500 € 8,75 € (1,75 %) 10,70 € (2,14 %) 4,50 € (0,90 %)
1000 € 17,50 € (1,75 %) 19,45 € (1,94 %) 6,50 € (0,65 %)
  weitere Infos zu Cortal-Consors weitere Infos zu Maxblue
direkt zum Anbieter: www.cortalconsors.de www.maxblue.de

Die ideale Sparrate, von den Kosten her betrachtet, liegt bei Cortal-Consors bei 143 Euro für Stammaktien. Das entspricht einem Aufschlag von 1,75 %.

Bei Maxblue wird es immer günstiger, umso höher die Sparrate ist. Bei 1.000 Euro beispielsweise liegt der Aufschlag nur noch bei 0,65 %. Für den Cortal-Consors-Kunden wäre hier schon fast ein normaler Aktienkauf außerhalb des Sparplans kostengünstiger.

Der kleine Geldbeutel mit Stammaktien bleibt bei Cortal-Consors – größere Investoren gehen zu Maxblue.

Zwei wertvolle Tipps

Einstellen der Sparrate bei Cortal-Consors

So sieht das Einstellen der Sparrate bei Cortal-Consors aus.

  1. Wenn Sie dauerhaft mehrere Aktien besparen wollen, jedoch einen schmalen Geldbeutel haben, stellen Sie quartalsweise die Ausführung ein und beginnen drei Sparpläne jeweils versetzt um einen Monat.
  2. Vermeiden Sie bei Sparplänen den Kaufzeitpunkt zum Monatsanfang einzustellen. Das sind regelmäßig die Tage, an denen viel Geld in den Markt strömt und die Kurse tendenziell höher sind.


3. Diese DAX-Werte bespart Gerald Hörhan regelmäßig

Gerald Hörhan Fuck

Gerald Hörhan

Gerald Hörhan ist ein bekannter und provokanter Investment­banker. Unsere Stammleser kennen vermutlich unsere beiden Buch­vorstellungen „Investment-Punk“ und „Gegengift“. Der Österreicher Hörhan besitzt allein in Deutschland über 100 Mietwohnungen. Aus den Mieteinnahmen fließt ihm ein grandioser Cashflow zu.

Ein weiterer Teil seiner persönlichen Cashflow-Strategie ist das Ansparen in dividendenstarke deutsche Großunternehmen, bei denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie auch die nächsten Finanzstürme überleben werden.

Die jährlichen Dividendenausschüttungen sind ihm willkommene Einnahmen!

Von ihm persönlich wissen wir, dass er Sparpläne auf die Aktien:

  • Deutsche Telekom
  • Allianz
  • E.on
  • RWE

hat und diese regelmäßig bespart.

Bilder: fotomek (fotolia.com) · Cortal-Consors · Gerald Hörhan (facebook)

[Gesamt:9    Durchschnitt: 4.4/5]

6 Gedanken zu „Aktienkauf auf Raten (Teil 2, Anleitung)

  1. Sehr geehrter Gregor,
    ich bin vor kurzem auf ihr Portal gestoßen und seitdem ein regelmäßiger Leser ihrer Veröffentlichungen. Was mich anspricht, ist die Idee eines Aktiensparplans als Teil einer Cashflow – Strategie, da die IngDiba aktuell ein unschlagbar günstiges Angebot unterbreitet (komplett kostenlos bis Ende 2014). Aber damit ein nennenswerter Cashflow beim Aktiensparen zustande kommt, muss man über Jahre hinweg eine große Menge Aktien kaufen oder? Was ist, wenn Dividenden ausbleiben oder die Kurse einbrechen oder beides? Dann noch mit Kosten verkaufen bzw. umschichten? Wie bewerten Sie solche Problematik? Oder einfach aussitzen und hoffen, dass sich nach 10 der Verlust wieder ausgleicht ? Für eine signifikante Stellungnahme wäre ich Ihnen sehr zu Dank verpflichtet.

    Viele Grüße und weiter so

    • Sehr geehrter Giuseppe Di Leo,

      über die anerkennenden Worte freue ich mich. Vielen Dank!

      Eine „signifikante Stellungnahme“ (= erhebliche, meist umfangreich) werde ich nicht geben. Es gehört zu meinem Hobby darüber zu schreiben, was ich finanziell mache. Oft haben andere Menschen einen Nutzen daraus gezogen. Das ist gut so.

      Meine Ideen und Anleitungen stelle ich frei, so dass sie andere nutzen können. Aber ich werde sie nicht gegen alle denkbaren Einwände verteidigen.

      Das geht Richtung Beratung und den Kollegen Honorarberater, die damit gutes Geld verdienen – zu dem noch besser Auskunft geben können – möchte ich nicht das Geschäft nehmen.

  2. Guten Tag, Gregor,

    herzlichen Dank für ihre Antwort. Sie bestärkt meinen bereits durch das Navigieren auf Ihrem Portal gewonnenen Eindruck, dass es sich bei Ihrer Firma, um ein äußerst gewissenhaftes und dennoch entspanntes Unternehmen handelt, das durch schlichte Wahrhaftigkeit zu überzeugen weiß. Ich als Selbstentscheider in Finanzfragen profitiere jedenfalls sehr von Ihrem Internetauftritt. Selbstredend war mein obiger Kommentar nicht als Aufforderung gemeint, Ihre Finanzstrategie zu rechtfertigen oder sonstige Beratung zu leisten, sondern lediglich der Wunsch, in Form eines unverbindlichen Informationsaustauschs Ihre persönliche Meinung zu bestimmten Problematiken des Aktiensparens zu erfahren.

  3. Dieser vorteilhafte Low-Cost-Average Effect beim Aktiensparen kommt ja daher zustande das man gerade auch in schlechten Börsenzeiten kauft und dann noch mehr Stücke für sein Geld bekommt und so einen günstigen durchschnittlichen Einstandskurs bekommt. Das ist ja gerade dazu da um nicht durchzudrehen und im falschen moment zu verkaufen.
    Wer aber meint er könne den Markt timen braucht keinen Aktiensparplan.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.