Erste Reaktionen auf die „Inflationsfalle!“

Cover vom E-Book Inflationsfalle
Vielen Dank für die ersten Feedbacks, Anmerkungen und Fragen auf meine „3 praktischen und leicht umsetzbaren Strategien, der Inflationsfalle zu entkommen“.

Hinweis: Wer das E-Book noch nicht kennt, meldet sich bei mir oder bekommt es automatisch über diese Seite: www.inflationsmelder.de.

Auf einige Punkte, die unseren Erstlesern wichtig waren, möchte ich in diesem Blogartikel eingehen:

  • Aufbewahrung von Edelmetallen
  • Schließfachkosten und Versicherung
  • Risikostreuung bei der Cashflow-Strategie
Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion auf dieser Seite, um weitere Fragen zu stellen, Antworten oder Anregungen zu geben. Besonderer Dank geht an Christian Mell, der sich sehr intensiv mit dem E-Book auseinandergesetzt und im besonderen Maße zu einer Verbesserung beigetragen hat.

Aufbewahrung von Edelmetallen

Leserfrage: Wie ist die sichere, geheime und kostengünstige Aufbewahrung zu gewährleisten? Eine relativ kleine, überschaubare Menge Münzen lässt sich vielleicht noch im Tresor im heimischen Keller halbwegs sicher lagern. Den Tresor und den Keller vorausgesetzt.
geheime Silbertruhe

Antwort in 3 Abschnitten:

  1. Im eigenen Haus: Solange der Wert der Edelmetalle nicht den Wert der elektronischen Einrichtung (Fernseher, Telefon, Soundanlage, Küchengeräte etc.) übersteigt, halte ich eine sinnvoll positionierte Lagerung von Edelmetallen in den eigenen vier Wänden für vertretbar.
    Schmuck, Modelleisenbahnen und andere Wertgegenstände werden für gewöhnlich ebenfalls zu Hause aufbewahrt. Im Fall der Fälle sind diese auch von vielen Hausratversicherungen abgedeckt. Dazu wird es noch einen eigenen Artikel geben (folgen Sie unserem Blog)
  2. Tresor im Haus: Von einer Tresoranlage im eigenen Haus bzw. Wohnung halte ich nicht viel, denn so erfahren andere Menschen von Ihrem „Schatz“.
    Man denke nur an den Liefer- und Einbauservice sowie die Unterlagen bis hin zur Versicherungsdatenbank darüber. Außerdem würde man ihn bei entsprechender Bedrohung sowieso öffnen.
  3. Schließfachlagerung: Die praktikabelste Lösung für die meisten Anleger scheint mir die Schließfachlagerung zu sein. Die Wertgegenstände werden so extern, professionell und ziemlich sicher aufbewahrt.

Silber im Schliessfach

Schließfachkosten und Versicherung

  1. Gebühren: Es ist richtig – für eine Anmietung eines Schließfachs werden Gebühren berechnet. Abgesehen vom Tagesgeld werden bei fast allen Finanzprodukten Gebühren erhoben. Nur der Kunde sieht sie nicht, weil sie abgezogen werden, bevor die Erträge ausgewiesen werden. Und die Gebühren sind oft nicht vom Kaliber „günstig kalkuliert“!

    Bei einer Edelmetallanlage im eigenen Schließfach sieht man als Anleger die Gebühren transparent. Bei meiner örtlichen Bank sind Schließfächer je nach Größe ab 35 Euro pro Jahr erhältlich.

  2. Versicherung des Schließfachs: Statistisch gesehen kommen Diebstähle aus Schließfächern extrem selten vor. Das und der Grund, dass ich dem Banker nicht den Wert meiner Einlagerung auf dem Silbertablett servieren möchte, ist der Grund, bei der Versicherung des Schließfachs „konservativ“ heranzugehen. Das spart auch die Versicherungsprämie.

    Bei einigen Banken ist eine Grundversicherung von 10.000 Euro bereits pro Schließfach automatisch dabei. Das wird in so manchem Fall reichen.

Idee: Wer physische Edelmetalle online kaufen und verkaufen, aber nie händisch anfassen möchte, findet in www.goldmoney.com einen etablierten Anbieter dazu. Es gibt bei uns auch schon Leserberichte zu GoldMoney.

Risikostreuung bei der Cashflow-Strategie

Zugegeben, die Risikostreuung ist der wunde Punkt, wenn man die kostengünstigen Sparpläne auf Einzelaktien nutzt, um sich über die Dividendenausschüttungen einen Cashflow aufzubauen, wie es in meinen Artikeln

beschrieben ist.
Ich persönlich mache mir bei den von Gerald Hörhan genannten Aktien langfristig keine Sorgen. Aber Maßstab bin ich nicht! Deswegen auch die Frage nach „Sicherheit von Geldanlagen“ am Ende dieses Artikels.
Die vorgestellte Strategie eignet sich für ein langfristiges Engagement (8 Jahre+), bei dem man sich über regelmäßige Erträge freuen darf. Solange man nicht die Aktien auf Kredit kauft, sollte man sich von den täglich veränderten Kursen wenig beeindruckt zeigen. Erst wenn es zur Verkaufsphase kommt (beispielsweise Endtilgung eines 25-jährigen Immobilienkredits), spielt der Aktienkurs eine wesentliche Rolle.
Besonders zu diesem Punkt freue ich mich auf Ihre Meinungen, Vorschläge und Ideen.

Vom Autor Michael Brückner signiertes Buchexemplar

Sicherheit von Geldanlagen

Um noch bessere Themen für Sie und andere Leser aufzugreifen, interessiert mich brennend, welche Rolle „Sicherheit“ für Sie bei der Geldanlage spielt und wie Sie Sicherheit definieren.
Als Dankeschön verlose ich eine signierte Ausgabe von „50 Sachwerte“ unter allen Kommentatoren, sobald 20 Kommentare eingegangen sind, vielen Dank!

Bildmaterial: typomaniac, fotolia.com · Optimal Banking Akademie

Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen

Abbildung von amazon zum Buch

Buchtipp unseres Stammlesers Christian Mell – vielen Dank!


Der vollständige Titel heißt: Sou­verän investieren mit Index­fonds und ETFs – wie Privat­anleger das Spiel gegen die Finanz­branche gewinnen. Es ist bereits eine Taschen­buch-Ausgabe bei amazon.de verfügbar (ISBN 978-3-593-39542-5).

Buchtipp eines Stamm­lesers von Optimal-Banking

Ich habe mir dieses Buch zugelegt, da ich mich über Dirk Müllers „Cashkurs“ hinaus näher mit dem Thema ETF/Indexing als Teil der persön­lichen Anlage­strategie beschäftigen wollte und mir die über­wiegend positiven Rezensionen im Internet gefielen.

Ein Buch für Fortgeschrittene

Vorab: Ein gewisses solides Grundwissen an wirtschaftlichen Zusammenhängen wie die Funktion von Aktienmärkten oder auch Englisch- und Mathematikkenntnissen erscheint mir persönlich für das Lesen, Verstehen und letztlich auch Anwenden der Vorschläge aus dem Buch nicht nur geboten, sondern unabdingbar.
Es wendet sich nicht an den Finanzanfänger, sondern an den fortgeschrittenen Leser, der tiefer in die Materie einsteigen möchte und seine langfristige finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen möchte.

Aufbau der Kapitel

  1. Wie die Wertpapiermärkte tatsächlich funktionieren (Auszug)
    • Warum Diversifikation des Portfolios?
    • Warum Risiko und Rendite untrennbar verbunden sind
    • Warum sich aktives Management nicht lohnt
  2. Achtzehn verhängnisvolle Anlegerfehler (Auszug)
    • Nebenkosten des Investierens unterschätzen
    • Auf Kursprognosen von sog. „Experten“ verlassen
    • Auf die Beratung von Banken und Vermögensberatern vertrauen
    • Orientierung an Ratings
    • Investition in Hedgefonds
  3. Grundprinzipien einer überlegenen Anlagestrategie: Indexing (Auszug)
    • Indexfonds und ETF
    • Auch als risikoscheuer Anleger in ein gewisses Maß an Schwellenländern investieren
    • Nebenwerte- und „Value“-aktien vs. Blue Chips
    • Das eigene Humankapital bei der Anlageentscheidung
  4. Bildung des persönlichen Indexing-Portfolio (Auszug)
    • Bestimmung der persönlichen Asset-Allokation
    • wie baue ich ein Weltportfolio?
    • Wertpapiersparpläne/Fondsparpläne
    • Steuern
  5. Lassen Sie sich nicht von der richtigen Strategie abbringen (Auszug)
    • Warum die Banken von Indexing abraten
    • Warum sich Indexing auch beim Börsentief lohnt
    • Investmentprodukte, von denen man die Finger lassen sollte
    • Indexing- Was man nicht machen sollte
    • Was tun im Crash?
    • Re-Balancing
    • 20 Gebote für rationale Anleger
Foto vom Leserautor

Christian Mell, Gastautor

Mein persönliches Fazit

Stellenweise ein etwas trocken geschriebenes Buch, aber interessantes Fachliteraturbuch, das mir persönlich als dankbare Wissensquelle dient. Auch wenn ich es nicht am Stück durchlesen konnte, sondern immer mal wieder etwas Zeit brauchte, um das Wissen sacken zu lassen, so war es doch immer interessant zu wissen und bestätigt zu bekommen, dass mein eigenes ETF-Depot mit (nur) vier ETF-Sparplänen nicht so völlig falsch aufgebaut ist.
An manchen Stellen, so beispielsweise in Bereich der Unterscheidung der Besteuerung bei thesaurierenden ETFs im In- oder Ausland, sollte der Autor allerdings die Unterschiede deutlicher machen. Auch hätte ich mir für den interessierten Leser mehr Musterdepots als Anregung gewünscht.
Aber ich denke, gerade das Anregen zum Selbstdenken und Selbsterstellen des eigenen Depots ist auch ein wesentliches Anliegen des Autors.

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Schluss mit der Verunsicherung bei der Sicherheit von Tagesgeld!

Stopp

Liebe alteingesessene Banken, hört auf eure Kunden zu verunsichern!


Ein Newsletter-Abonnent wandte sich in einer sehr interessanten Situation an unsere Redaktion. Er hatte ein Gespräch mit seiner örtlichen Sparkasse, bei der er ein Tagesgeldkonto unterhält. Die Sparkasse kündigte eine Zinssenkung auf 0,75 % an. Dies ist unter dem EZB-Leitzins und deutlich unter der Inflationsrate!
Der Sparkassen-Berater brachte es auf eine einfache Formel:

Je höher der Zins sei, den eine Bank biete, um so höher sei das Risiko.

Auf den Einwurf, dass bei jeder Bank immer 100.000 Euro gesetzlich abgesichert sind, äußerte die Sparkasse die Vermutung, dass es völlig ungewiss sei, wann man sein Geld wiedersehe. Es könne sich Jahre hinziehen, bis ein Insolvenzverwalter alles gesichtet habe …

Die Frage des Lesers: Ist das Panikmache um Kunden trotz niedriger Zinsen zu halten?

Ja, wer gegenüber seinen Kunden solche beängstigen Vermutungen äußert, möchte bewusst eine Verunsicherung erzielen oder kennt sich in der rechtlichen Materie nicht aus. Beides haben wir in unseren Test schon erlebt.

Wir schaffen Klarheit!

Die Aussage, dass das Risiko mit dem Zinssatz ansteige, ist allgemein bekannt und wird deswegen bereitwillig und schnell vom Zuhörer akzeptiert. In der Bankausbildung lernt man auch, dass der Zins der Preis für das Risiko ist.

Achtung: Das gilt nur solange, bis der Staat regulatorisch eingreift!

Beim Sparguthaben der Bürger (u. a. Tagesgeld) hat der Staat erheblich, und zwar zu Gunsten der Sparer, eingegriffen. Dies hat er per Gesetz gemacht. Man kann — auch als Banker einer Sparkasse — alles schön sauber nachlesen und sich so Mutmaßungen ersparen.

Blick ins Gesetz

Ein Blick ins Gesetz hilft weiter …

Unseren Lesern zeigen wir hier die entscheidenden Gesetzesgrundlagen:

Im Zuge der Finanzkrise 2008 wurde die Einlagensicherung EU-weit neu geregelt. Rechtsquelle ist die EU-Richtlinie 2009/14/EG, die die vorausgegangene Richtlinie 94/19/EG ändert.

Das sagt die EU-Richtlinie:

  • 100.000 € Mindesteinlagensicherung (Artikel 7 Absatz 1a) bzw. im Gegenwert von 100.000 (Artikel 7 Absatz 1b – trifft beispielsweise auf die Bank of Scotland und Barclays zu)
  • 5 Arbeitstage zur Feststellung des Einlagensicherungsfalls (Artikel 1 Nummer 3 Ziffer i Absatz 2)
  • 20 Arbeitstage zur Erstattung der Guthaben der Sparer (Artikel 10 Absatz 1)

Räumen wir gleich mit noch ein paar Vorurteilen auf:

  • Anleger bekommen auch die Zinsen bis zum Tag der Bankinsolvenz erstattet, auch wenn sie noch nicht gutgeschrieben wurden!
  • Die Erstattung erfolgt in der Währung des Kontos! Kunden der Bank of Scotland oder Barclays würden also Euro und nicht britische Pfund erstattet bekommen!
  • Anleger bekommen automatisch Post in der Landessprache (bei uns deutsch), die den aktuellen Kontostand sowie die detaillierten Informationen über die Auszahlung der Erstattung enthält. Niemand muss sich bei einem ausländischen Einlagensicherungsfonds in der Fremdsprache melden!

Die Rechtssystematik der Einlagensicherung

Die EU-Richtlinie regelt auf europäischer Ebene die wichtigen Standards. Die Inhalte müssen anschließend in ein nationales Gesetz gegossen werden. Das hat Deutschland mit dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) getan.
Das nationale Gesetz kann detaillierter regeln, darf aber nie den EU-Vorgaben widersprechen. Alle EU-Staaten haben die „Einlagensicherungs-Richtlinie“ bereits in nationales Recht umgesetzt, so dass sich der Anleger bei jedem Kreditinstitut, das in der EU ein Einlagengeschäft betreibt, sicher sein kann, dass die Einlagensicherung lückenlos funktioniert.

Einlagensicherung ist okay

Die Einlagensicherheit ist bis 100.000 € überall gleich gut.

Fazit: Tagesgeld ist überall gleich sicher

Dass ein höherer Tagesgeldzins mehr Risiko bedeute, oder anders ausgedrückt, dass die Anlage bei der örtlichen Sparkasse zu niedrigen Zinsen sicherer als bei einer Direktbank sei, stimmt nicht.
Zumindest nicht bis zur Anlagesumme von 100.000 Euro.

Der Staat hat mit seiner Gesetzgebung die Faustformel
höhere Zinsen = höheres Risiko
außer Kraft gesetzt.

Interessante Zusatzinformationen

Hintergrund der Verbesserung der Einlagensicherung

Die Verbesserung des Einlagenschutzes hat einen tieferen Hintergrund und geht auf die Befürchtung von „Bank-Runs“ zurück. Kommt das Gerücht auf, dass eine Bank nicht mehr sicher sei, rennen die Kunden los, um ihr Geld zurückzuholen. Eine Bank ist jedoch niemals so liquide, das sie alle Kunden gleichzeitig auszahlen kann. Was passiert in Folge eines Bank-Runs? Sie kann tatsächlich Pleite gehen. Nur aufgrund eines Gerüchtes. Das schadet der Allgemeinheit! In den Niederlanden steht deshalb der Aufruf zu einem Bank-Run seit 2011 unter Strafe!

Tagesgeld Tipps

PDF zum Download.


Die sehr anlegerfreundliche Gesetzgebung soll Bank-Runs verhindern. Warum Geld von der Bank holen, wenn es doch gesetzlich gesichert ist? Das schafft Ruhe und Sicherheit.

In einem Monat ist das Geld zurück

Stellt eine Bank Insolvenzantrag, begingt die 5-Tage-Frist zu laufen, um den Entschädigungsfall festzustellen. Anschließend müssen innerhalb von maximal 20 Arbeitstagen die Anleger entschädigt werden. Erstattet wird die Einlage zuzüglich der Zinsen!
Weil Wochenend- und Feiertage in dieser Fristenrechnung nicht mitzählen, kann man über den Daumen gepeilt sagen, dass innerhalb eines Monats der Entschädigungsfall abgewickelt ist und der Sparer sein Geld zurück hat.

Bei englischen Banken sogar schneller

Bei der Bank of Scotland und Barclays geht es sogar noch schneller, da dort eine 7-tägige Auszahlungsfrist vorgesehen ist. Sie erinnern sich? Die Nationalstaaten können die Details verbessern, aber nicht zum Nachteil des Kunden gegen die EU-Richtlinie (20 Tage) verstoßen.

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Weitere Quelle: EU-Kommission – Bilder: ioannis kounadeas (fotolia.com)

Wo ist Tagesgeld ganz sicher!?

DenizBank Tagesgeld

Ausschnitt aus der Online-Werbung der DenizBank.


Heute hat ein interessierter Leser unseren Rat bezüglich der DenizBank gesucht. Die DenizBank zahlt neben einigen weiteren Banken den Höchstzins von 2,75 % auf Tagesgeld.
Die Frage bezog sich konkret auf die Einlagensicherung in Österreich. Schließlich unterliegen deutsche Kunden dem österreichischen Einlagensicherungssystem, da die DenizBank in Frankfurt am Main lediglich eine nicht-selbstständige Niederlassung der DenizBank (Wien) AG betreibt. Obendrein zahlt die Bank deutschen Anlegern höhere Zinsen als im Heimatland!

Das Einlagensicherungssystem ist EU-weit gleich

Betrachtet man Kundeneinlagen bis 100.000 Euro, ist die Einlagensicherung in allen EU-Staaten gleich. Diese Regelung trat mit der EU-Richtlinie 2009/14/EG in Kraft. Eine kaum erwähnte positive Auswirkung der Finanzkrise!

EU-Einlagensicherung

EU-weit die gleichen Grund-Spielregeln!


Hier haben die Staats- und Regierungschefs in Europa wirklich zügig gehandelt und eine eindeutige und konsequente gesetzliche Regelung geschaffen. Das war damals auch dringend geboten, denn das Vertrauen in Bankeinlagen hing am seidenen Faden.

Geld zurück innerhalb eines Monats

Konkret besagt diese wichtige Richtlinie, dass innerhalb von 5 Tagen nach einer Bankpleite der Entschädigungsfall formell festgestellt wird. Die Entschädigung der Anleger hat dann binnen 20 Werktagen zu erfolgen. Grob kann man sagen, dass die Anleger innerhalb eines Monats entschädigt werden. Das klappte hervorragend bei der Pleite der Noa Bank im Jahr 2010 in Deutschland.

Welche Tagesgeldbank nimmt man?

Unterstellt man, dass die Einlagensicherung überall gleich ist, dann nimmt man doch die Bank mit dem höchsten Zinssatz, oder?
Unser Gesprächspartner konnte sich dieser Meinung nicht spontan anschließen. Dafür haben wir großes Verständnis. Gerade weil bei ihm nicht das Maximum an Rendite der wichtigste Punkt war. Am wichtigsten war ihm Sicherheit. Und dazu gehört eben auch ein sicheres und gutes Gefühl.

Tipp fürs ruhige Schlafen

Legen Sie keine größeren Summen bei Banken an, wenn Ihr Gefühl dagegen spricht. Ein guter Schlaf gehört eben auch zur Lebensqualität.

Sparkassen-Direktbank mit sehenswerten Konditionen

Im weiteren Verlauf des Gespräches kamen wir auf die Sparkassen und VR-Banken, die als die solidesten Finanzinstitute in Deutschland gelten. Jedoch spiegelt sich das auch in der Höhe der Tagesgeldzinsen wieder.

Ausnahme: 1822direkt

1822direkt Tagesgeld

Bildausschnitt vom aktuellen Angebot der Sparkasse 1822direkt.


Eine interessante Ausnahme (nicht bei der Solidität, sondern beim Zinssatz) macht die Frankfurter Sparkasse mit ihrer Banktochter 1822direkt. Einlagen bei den deutschen Sparkassen sind mit mehreren Mechanismen in unbegrenzter Höhe abgesichert.
Der aktuelle Zinssatz der Sparkassen-Direktbank liegt bei 2,55 %. Dieser Zins wird Neukunden bis zum 4.9.2012 garantiert. Und zwar auf eine Anlagenhöhe von 250.000 Euro! Zusätzlich erhält der Kunde noch ein Startguthaben in Höhe von 25 Euro, wenn seine Einlage 5.000 Euro übersteigt.

Neukundenangebot mit späterer Verhandlungsoption

Die Bevorzugung von Neukunden sehen wir stets etwas kritisch, wissen aber aus eigenen Erfahrungen und Gesprächen mit der Bank, dass Bestandskunden gute Chance auf einen besseren Zinssatz haben. Allerdings müssen die Kunden dazu aktiv werden. Das heißt: den Ablauf der Zinsgarantie im Kalender notieren, pünktlich zum Ablauf anrufen und um den nächsten Zinssatz verhandelt. In vielen Fällen klappt es.
Schauen Sie sich das Angebot an und posten Sie Ihre Meinung unter diesen Beitrag. Gerne auch Ihre Gedanken zur Einlagensicherung und Sicherheit Ihrer Tagesgeldanlage! Ein offener Erfahrungsaustausch wirkt in mehrere Richtungen positiv und gewinnbringend. 🙂

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Mit einer Griechenland-Anleihe über 100 % in 6 Wochen?

Diese Frage erreichte uns von einem treuen Stammleser. Er selbst überlege, ob der die Anleihe mit der ISIN GR0110021236, WKN A0T6US kaufen solle.
Sein Gedankengang: Bekommt der griechische Staat wie in den vergangenen Monaten bereits üblich einen neuen Kredit von „uns“, dann könne Griechenland seine Anleihe am 20. März 2012 zurückzahlen.

Griechenland Anleihe mit Fälligkeit 3/2012

Griechenland-Anleihe mit Fälligkeit 3/2012 im Kurzüberblick bei der ING-DiBa.

Aktuell notiert die Griechenland-Anleihe bei 41 % des Nominalwertes

Der Kurs der Anleihe steht aktuell bei 41 Euro. Ausgegeben wurde sie bei 100 Euro und wenn alles gut geht, wird sie mit 100 Euro zurückgezahlt. Zuzüglich Zinsen in Höhe von 4,3 %.

Rechenbeispiel unseres Lesers

Sein Rechenbeispiel: „Für ein Anleihenvolumen von 10.000 Euro muss ich lediglich 4.100 Euro hergeben.
Geht die Investition auf, dann habe ich einen Gewinn von 5.900 Euro und erhalte obendrein noch 430 Euro Zinsen!

Griechenland

Griechenland-Anleihe – hochspekulativ.

Risiken der Griechenland-Anleihe

Wir wünschen ihm wirklich das Beste, dürfen jedoch die Augen nicht vor den Risiken verschließen! Folgende Risiken fallen auf:

  • Die großen Ratingagenturen, unabhängig welches Vertrauen man ihnen heute noch entgegenbringt, bewerten Griechenland auf Ramschniveau.
  • Dass Griechenland eigentlich schon längst pleite ist, das kann man fast täglich der Presse entnehmen.
  • Das Großkapital hat sich mit Griechenland quasi schon auf einen Schuldenschnitt von 50 Prozent geeinigt.
  • Fragt man den Markt, wie viel die Griechenland-Anleihe heute wert ist, antwortet er 41 Prozent. Eben der Kurs, zu dem sie gehandelt wird.

Einige Privatanleger können sich vorstellen, dass möglicherweise der „Kleinsparer“ seine 100 % Kapital am 20.3. zurückerhält, die großen Anleger jedoch Federn lassen müssen. Wir wissen es nicht und sehen das ausschließlich als das an, was es ist: Gerüchteküche.

Mögliche Szenarien

  • Griechenland verkündet offiziell den Staatsbankrott vor dem Zahlungstermin.
    Ergebnis: Das Geld ist weg oder zumindest der größte Teil.
  • Griechenland kann oder will die Anleihe nicht in voller Höhe zurückzahlen.
    Ergebnis: Man bekommt beispielsweise 50 % (das wäre vom heutigen Kurs aus betrachtet immer noch ein stattlicher Gewinn) oder es wird die Laufzeit verlängert und die Zinsen gekürzt (hier hängt der Investor länger als gewünscht am Papier, Notverkauf über die Börse?)
  • Griechenland zahlt die Anleihe, das sind insgesamt 15 Milliarden Euro, in voller Höhe zurück.
    Ergebnis: Der Anleger, der heute zu 41 Euro gekauft hat, darf sich über einen tollen Gewinn freuen.

Persönlich halten wir das letzte Szenario für am wenigsten wahrscheinlich. Ausgeschlossen ist es jedoch nicht.

Wir raten vom Kauf dieser Anleihe ab; das Risiko ist einfach viel zu groß!

Da es sich um eine hochgradige Spekulation handelt, raten wir jedem sicherheitsorientiertem Anleger mit Nachdruck vom Handel mit dieser Griechenland-Anleihe ab. Interessehalber zeigen wir anhand des folgenden Bildschirmdrucks, wie es geht:

Kauf der Griechenland Anleihe im Depot bei der ING-DiBa

Der Mindestnennbetrag liegt unabhängig von der Depotbank bei 1.000 Euro. Dafür muss man heute 410 Euro investieren.

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Bildmaterial: Bildschirmdruck vom Depot der ING-DiBa.

Einzahlungen von Bargeld auf Online-Konten

Wer ausschließlich bei Direktbanken seine Konten führt, kennt die Problematik: Wie kann Bargeld auf das Konto eingezahlt werden?

Bargeld

Wie bekommt man dieses Bargeld auf das Online-Konto?

Bundesbank scheidet als „Geheimtipp“ aus

In unserer Tipp-Sammlung hatten wir bisher die Filialen der Bundesbank als Möglichkeit genannt. Dort konnte jedermann Geld bar einzahlen und gegen lediglich 1 Euro Gebühr auf ein Inlandskonto seiner Wahl überweisen lassen.
Diese Möglichkeit war insbesondere beliebt bei Menschen, die beispielsweise eine deren Konto beispielsweise gesperrt wurde und sie über diesen Weg Rechnungen unbar (z.B. Versandhaus) bezahlen konnten.

Nur noch das geht bei der Bundesbank

Zum 01.03. ist damit Schluss. Die Bundesbank nimmt Bargeld von Privatpersonen nur noch zur Einzahlung auf Konten, die bei ihr geführt werden, an. Klassischer Fall: Ein kontoloser Bürger zahlt dort die KFZ-Steuer ein. Die Finanzämter unterhalten regelmäßig bei der Bundesbank Konten. Jedoch liegt die neue Gebühr für diese Dienstleistung bei 3 Euro je Vorgang.

Welche Alternativen zur Bargeldeinzahlung auf Online-Konten gibt es?

Der gebräuchlichste Weg ist der Gang zur örtlichen Bank. Dort zahlt man das Geld bar ein und lässt es auf das Direktbank-Konto überweisen. Bei der Postbank kostet dieser Service je nach Höhe des Geldbetrags zwischen 4,50 und 8 Euro.

Bankfiliale

Bareinzahlung und Überweisungsservice gegen Gebühr möglich.

Es wird nach dem Ausweis gefragt

Bei höheren Beträgen verlangen Bankfilialen häufig das Vorlegen des Personalausweises und fragen nach der Herkunft des Geldes. Rein rechtlich gesehen müsste man diese eigentlich erst ab einem Betrag von mehr als 15.000 Euro offenlegen, jedoch sind viele Bankmitarbeiter zwecks Geldwäsche sehr sensibel.
Dass die Bank eine Kopie des Personalausweises anfertigt, ist gut nachvollziehbar. Denn sollte die Bankverbindung einen Fehler enthalten und das Geld zurückkommen, muss es schließlich jemandem zugeordnet werden.

Gibt es auch kostenlose Bargeldeinzahlungen auf Fremdkonten?

Comdirect via Commerzbank

Comdirect Bank

Gebührenfreie Barein­zahlung über die Commerzbank.


Ja. Hierzu muss man allerdings Kunde der passenden Bank sein. Kunden der Comdirect können über jede Filiale der Commerzbank kostenlos auf ihr Online-Konto einzahlen.

Norisbank als „Bareinzahlungs- und Überweisungszentrale“

Wer eine Filiale der Norisbank in seiner Nähe hat, kann dort relativ voraussetzungslos ein kostenloses Girokonto eröffnen lassen und es lediglich für Bareinzahlungen und Überweisungen auf das eigentliche Online-Konto nutzen. Das ist zwar für die Norisbank nicht nett, funktioniert aber.

Zusammenfassung: Bareinzahlung auf Online-Konten

Bei Bankkunden, die sich für ein Online-Konto entschieden haben, kommt es statistisch sehr selten vor, dass eine Bareinzahlung erforderlich wird. Tritt der Fall dennoch ein (z.B. Verkauf des Autos gegen Barzahlung), kommt hierfür fast jede Bank mit Filiale und Kasse in Frage. Dafür trägt man jedoch Gebühren.
Im Vergleich zu den oft gebührenpflichten Konten bei Filialbanken, sollten diese für den Inhaber eines kostenlosen Direktbankkontos zu verschmerzen sein.
Die Bundesbank fällt zum 01.03. als günstige Alternative für Bareinzahlungen mit Überweisungsservice weg. Kunden der Comdirect können kostenlos die Filialen der Commerzbank nutzen. Ganz Gewiefte, richten sich für diesen Zweck ein kostenloses Konto bei der Norisbank ein.
Wer kennt noch gute Möglichkeiten? Tipp bitte als Kommentar posten. Herzlichen Dank!
 

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Bildmaterial: optimal-banking

Wie investiert man in Strategische Metalle?

Auf einem Cashflow-Abend in München lerne ich jemanden Nettes kennen, der mir heute eine E-Mail schrieb, die vielleicht auch für einige Webseiten-Leser interessant sein könnte.

Auszug: Anfrage strategische Metalle

Aktien Strategische Metalle

Unsere Aktien-Übersicht zu Strategischen Metallen (Auszug)

Ich bin momentan sehr am Überlegen, ob ich in strategische Metalle investieren soll. Wenn ja wie?
Letzte Woche hatte ich einen Termin mit einem Bekannten, der mir die Schweizer Metallhandels AG und deren Warenkorbsystem vorgestellt hat (physische Metalle, Lagerung in der Schweiz). Das Problem sind die recht hohen Kosten, die beim Verkauf anfallen.
Eine andere Möglichkeit sind Minen-Aktien, die ich mir auf deiner Internetseite angeschaut habe. Aber die sind ja mehr von der Konjunktur abhängig als wie vom momentanen Metallpreis oder?

Meine Antwort

Lieber Freund,
schön, dass du dich an mich erinnert hast. Ja, das Investment in Strategische Metalle ist eher spannend als einfach. Das liegt vor allem daran, dass diese Metalle nicht direkt an der Börse gehandelt werden.
Die Schweiz Metallhandels AG kenne ich nur vom Namen. Die vermuteten Kosten, wie von dir bereits entdeckt und beschrieben, sowie der Kontakt mit deren Vertriebsmitarbeitern auf der Edelmetallmesse in München, hat kein weiteres Interesse bei mir geweckt, so dass ich nicht viel zu der Gesellschaft sagen kann. Ich bin dort also nicht physisch investiert.
Wer Aktien in diesem Bereich kaufen möchte, sollte sich vorab im Klaren sein, ob er mental und finanziell einen „Höllenritt“ durchhalten kann und möchte. Obwohl die Bewertungen derzeit eher günstig sind. Doch was macht die Konjunktur?
Es soll wohl bereits erste Zertifikate in diesem Bereich gehen. Doch Derivate mag ich als Anlageinstrument nicht besonders.

Aufruf an unsere Leserschaft

Wer hat Ideen und/oder Erfahrungen wie man in Strategische Metalle clever investiert? Bitte die Kommentarfunktion nutzen. Danke 🙂

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